04.01.2018 | Was uns 2017 bewegt hat

Das Highlight waren natürlich die Babies von Aine und Murphy. Jetzt sind sie erst vier Wochen ausgezogen aber mir kommt es vor, wie eine Ewigkeit. Ich vermisse sie, obwohl ich weiss, dass sie die tollsten Familien bekommen haben, die es nur geben kann. Vielen Dank für Euer Vertrauen, dass Ihr Euch nie beirren lassen habt sondern einfach das in den Babies gesehen habt, was sie sind – die weltbesten Babies überhaupt :-) Der kleine, große Big (Boomer) ist zu seinem Onkel Anthony gezogen, Mini zu ihrer Tante Ylvie und Beamy zu ihrer Großtante Nele (Halbschwester von Oma Pebbles). Alles eine große Familie -  die Ösis, zu denen Barmy (jetzt Ella) ausgewandert ist, haben wir einfach adoptiert :-)

Tja, vier sind ausgezogen, dass eine Hündin bleibt, war von vornherein klar, denn genau deshalb haben wir diesen Wurf gemacht aber wir haben uns dieses Mal wirklich sehr schwer mit der Wahl getan, weil alle auf ihre Art ganz besonders waren. Blaze hingegen wusste schon zu ihrer Geburtsstunde, dass sie mein Hund wird. Sonst hätte sie sich nicht gleich in meine Hände geschmissen :-) Aber auch im Laufe der Wochen hat sie das ganz deutlich gezeigt. Schon mit geschlossenen Augen hat sie immer meine Nähe gesucht, hat gespürt, wenn ich den Raum betreten habe und lag einfach immer bei mir. Ich weiss gar nicht, wie wir das übersehen konnten? Wahrscheinlich, weil sie die „falsche“ Farbe hatte, obwohl sie sich so bemüht hat, im Braun aufzuholen. So haben wir halt jetzt unseren ersten, fast schwarzen Beardie. Aber…. ohne braun geht wohl doch nicht. Für Brady waren sehr viele Interessenten da aber irgendwie konnte unser Herz nicht loslassen. Wirklich einlassen konnte ich mich auf niemanden. So wie sich Blaze mich ausgesucht hat, hat sich Brady Jochen ausgesucht. Jetzt haben wir nicht nur die „falsche“ Farbe sondern auch noch das „falsche“ Geschlecht :-) Unser erster Rüde, der nie geplant war aber jetzt nicht mehr wegzudenken ist. Was sagt uns das? Sag niemals nie. Sämtliche Vorsätze wurden über Bord geworfen - niemals zwei Welpen gleichzeitig und niemals einen Rüden in einen Weiberhaushalt. Es ist verrückt und es wird sich vieles ändern aber wir haben es keine Sekunde bereut. Brady ist so ein lieber Schatz und es stimmt einfach doch, dass Rüden anders sind.

Neben all dem Babyglück hatten wir aber auch einen der schwärzesten Tage in diesem Jahr. Kurz vor ihrem 10. Geburtstag, dachten wir, wir verlieren Easy. Von einem Tag auf den anderen konnte sie ihr Gleichgewicht nicht mehr halten. Montagabend sah es aus, wie wenn sie humpeln würde, was bei ihr aber nicht so ungewöhnlich ist, weil sie immer wie eine Irre durch die Gegend rennt und sich auch öfters mal verdappt. Am nächsten Morgen hatte sie Schlagseite und konnte sich nach links nicht mehr abfangen. Der Tierarzt hatte zuerst die Vermutung, dass sie eine Entzündung im Ohr hat. Irgendwas mit dem Gleichgewichtssinn. Gegen ein Vestibularsyndrom sprach aber der schleichende Verlauf, ihre Augen waren zu jeder Zeit focusiert, Stellreflex war vorhanden und auch im Kopf war sie klar und sie hatte immer Hunger. Gegen Dienstagabend wurde es schlimmer, sie konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und hielt den Kopf unnatürlich auf die Seite gedreht. Es war so furchtbar mit anzusehen, ein Auge starrte ausdruckslos in den Himmel, obwohl sie immer versucht hat, uns anzuschauen. Es zerreisst einem das Herz. Am nächsten Tag bin ich noch zur Physio gefahren, weil ich immer noch die Hoffnung hatte, dass es nur ein eingeklemmter Nerv oder sonst was ist, obwohl ich eigentlich innerlich wusste, dass es was neurologisches sein muss. Wir wurden direkt zur Neurologie der Hasenbergklinik in Stuttgart geschickt. Dort wurde sie stationär aufgenommen. Wir dachten, wir sehen unseren Hund nie wieder – so schlecht ging es ihr. Sie hat sich wie ein Krokodil in der Todesrolle um die eigene Achse gedreht, konnte sich überhaupt nicht auf den Beinen halten und – es war einfach nicht mehr Easy.

Ich kann mir das Video immer noch nicht anschauen, ohne in Tränen auszubrechen. Es ist die Dokumentation für die Klinik

Aber das Wunder geschah, sie hat sich wieder fast vollständig erholt. Jeden Tag ging es ein bisschen besser und wer sie nicht genau kennt, würde ihr heute nichts mehr anmerken. Was es letztendlich war – keiner weiss es. CT , Röntgen, Blut, alles unauffällig, Lungenwürmer waren negativ (sie hustet seit einem halben Jahr immer wieder und keiner weiss, woher das kommt) und auch der Test auf Zeckenkrankheiten brachte nicht wirklich Klarheit. Der Anaplasmentiter war extrem hoch aber nicht akut. Wir werden es wohl hinnehmen müssen, dass wir die Ursache nicht finden werden. So hoffen wir einfach, dass sie noch mindestens 10 weitere Jahre gesund und fit bei uns bleibt und das eine einmalige Sache war.

Links mit Kopfschiefhaltung (Easy im Vordergrund) und 5 Tage später rechts, schon wieder fast normal