Babytraining Part II

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Meine Hunde werden über sehr viel Spiel und Motivation aufgebaut. Mit Pebbles habe ich zum ersten Mal einen LindArt TeamBalance Kurs besucht, da mir das Konzept sehr entgegen kommt. Pebbely hat sich super geschlagen. Eigentlich konnte man nur an ihrer Tapsigkeit erkennen, dass sie zwei Monate jünger ist als ihre Team-Kameraden. Pebbles war damals etwas über drei Monate alt.

Ziel ist es, ganz grob gesagt, als Hundehalter immer interessanter zu sein als die Umweltreize. Nach Eckard Lind "Alles oder nichts". Und dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten (ein paar davon haben wir auf Video).

Mienenspiel
Der Hund soll nur durch Mimik den Blickkontakt halten. Bei Welpen wird am Anfang zunächst ein Leckerli zur Hilfe genommen. Das Leckerli wird dem Hundi gezeigt und dann vor die eigenen Augen geführt, so dass der Hund zwangsläufig Blickkontakt halten muss, wenn er das Leckerli anschaut. Nach und nach wird das Leckerli abgebaut. Das funktioniert eigentlich schon nach zwei-/dreimal üben. Als Mimik ist alles erlaubt. Zunge rausstrecken, Grinsen, Backen aufblasen etc. Jaja, man macht sich zum Affen aber es macht riesig Spass. Welpi wird natürlich gleich belohnt, wenn er den Blickkontakt  etwa 10 Sekunden hält.

 

Abrufen
Zunächst hält der Trainer Welpi fest und der Besitzer verschwindet hinter einem Versteck. Hundi darf schauen, wohin der Besizter verschwindet. Im Versteck ruft der Besitzer Hundi ab. Beim nächsten Mal ist der Trainer mit Hundi hinter einer Barriere, so dass der Hund nicht sieht, wohin der Besitzer abhaut. Aus dem Versteck ruft der Besitzer Hundi ab.

 

Beutefangspiel
Hund soll sich auf das MO (=Motivationsobjekt) konzentrieren. Es wird sehr körpernah gespielt. Das MO wird sehr nah vor der Hundeschnauze bewegt. Der Hund soll immer die Chance haben, das MO zu erwischen, damit er die Lust nicht verliert. Der Hund darf dann anbeissen, es geht über in ein Zerrspiel und am Schluss gewinnt natürlich Hundi :-)

 

Bewegungsspiel
Funktioniert gleich wie das Beutefangspiel nur eben ohne Beute sondern durch die Bewegungen des Menschen.

 

Stopp aus der Bewegung
Zunächst wird das Bewegungsspiel eingeleitet. Sobald der Hund "bei einem ist" (sich also voll auf den Besitzer konzentriert), wird der Hund mit Hand vor der Nase gestoppt. Sobald Hundi innenhält wird sofort mit einem Beutefangspiel aufgelöst. Diese Übung soll später dazu dienen, den Hund "runterzufahren".

Geräuschespiel
Funktioniert im Prinzip gleich wie das Mienenspiel, nur das man hier eigentlich kein Leckerli benötigt, damit Welpi den Blickkontakt sucht (also die meisten Hunden reagieren auf Stimme).

Die Härte überhaupt war, dass nebenan auf dem Schiessplatz mit großkalibrigen Waffen geschossen wurde. Es hat richtig laut und fies geknallt. Pebby hat das überhaupt nichts ausgemacht. Sie ist noch nicht mal zusammengezuckt. Für mich überwältigend, weil ich mir so eine Gelassenheit von Easy so arg wünschen würde.